Lesende in Literatur und Kunst

Adäquat zu diesem Blogbeitrag soll heute eine unserer liebsten Beschäftigungen im Spiegel von Kunst und Literatur thematisiert werden: das Lesen. Interessanterweise bemerkte ich bei meiner Recherche im Internet, dass es zwar unendlich viele Gemälde von Lesenden gibt, aber so gut wie keine Referenz für Lektüreszenen in Romanen. Erstaunlich! Würde ich noch einmal literaturwissenschaftlich arbeiten, wäre das ein schönes Feld: LeserInnen in der Literatur.

Eine meiner frühesten Erinnerungen in dieser Hinsicht ist die 1867 veröffentlichte Geschichte um „Anton Reiser“ von Karl Philipp Moritz. Wahrscheinlich erkannte ich mich einfach in der Sehnsucht, ja Gier des Protagonisten nach Lesestoff wieder … Im Kapitel 36 dieses Entwicklungsromans heißt es über den jugendlichen Protagonisten:

„Das Lesen war ihm nun einmal so zum Bedürfnis geworden, wie es den Morgenländern das Opium sein mag, wodurch sie ihre Sinne in eine angenehme Betäubung bringen. – Wenn es ihm an einem Buche fehlte, so hätte er seinen Rock gegen den Kittel eines Bettlers vertauscht, um nur eins zu bekommen. (…) Es war unter diesen Umständen keinem zu verdenken, der Reisern für einen lüderlichen aus der Art geschlagnen jungen Menschen hielt, welcher seine Schulbücher verkaufte, statt seine Kenntnisse zu vermehren und den Unterricht seiner Lehrer zu nutzen, nichts als Romane und Komödien las – und dabei sein Äußeres ganz vernachlässigte; denn es war sehr natürlich, daß Reiser keine Lust zu seinem Körper hatte, da er doch niemanden in der Welt gefiel – und dann wurde auch alle das Geld, was die Wäscherin und der Schneider hätten bekommen sollen, dem Bücherantiquarius hingebracht – denn das Bedürfnis zu lesen ging bei ihm Essen und Trinken und Kleidung vor, wie er denn wirklich eines Abends den Ugolino las, nachdem er den ganzen Tag nicht das mindeste genossen hatte, denn seinen Freitisch hatte er über dem Lesen versäumt und für das Geld, was zum Abendbrot bestimmt war, hatte er sich den Ugolino geliehen und ein Licht gekauft, bei welchem er in seiner kalten Stube in eine wollene Decke eingehüllt die halbe Nacht aufsaß und die Hungerszenen recht lebhaft mitempfinden konnte.
Indes waren diese Stunden noch die glücklichsten, welche er gleichsam aus dem Gewirre der übrigen herausriß – seine Denkkraft war vollkommen wie berauscht – er vergaß sich und die Welt. (…)“

„Er vergaß sich und die Welt“ – ein Topos des einsamen, selbstversunkenen Lesers, der bis heute gültig ist.

Als Fan von Thomas Mann, nehme ich mir immer einmal wieder die „Buddenbrooks“ vor, die 34 Jahre nach „Anton Reiser“ veröffentlicht wurden. Auch hier wird gelesen, etwa von der jungen Tony, die sich in ihrer Versunkenheit nicht von ihrem Bruder Tom stören lässt:

„Tony hatte den Kopf in beide Hände gestützt und las versunken in Hoffmanns ‚Serapionsbrüdern‘, während Tom sie mit einem Grashalm ganz vorsichtig im Nacken kitzelte, was sie aus Klugheit aber durchaus nicht bemerkte.“

Da ist sie abermals, die „Versunkenheit“ des Lesers und eine klassische Lektürepose: am Tisch sitzend, den „Kopf in beide Hände gestützt“.

Später im 20. Jahrhundert wird die Tätigkeit des Lesens zunehmend reflektiert – bishin zu Arno Schmidts Ausnahmebuch „Zettel’s Traum“ (1970), dessen eine von drei Ebenen sich mit der Lektüre von Edgar Allan Poe beschäftigt. Aber beispielsweise auch Botho Strauß macht sich in seinen Texten Gedanken über das Lesen. In der 1977 erschienen Erzählung „Die Widmung“ klingt das so:

„Es gibt Emotionen, die existieren nur mehr durch das Buch. Was zum Beispiel ‹Ehre› bedeutet, in einem glaubwürdigen Sinn und Pathos des Wortes, können wir in unseren Verhältnissen nicht mehr erfahren. Aber im Medium der Erregungen, in die uns etwa die Lektüre von Kleists ‹Marquise von O› versetzt, füllt sich das leere, entfallene Wort plötzlich mit seinem ganzen sozialen und lebensgefährlichen Ernst. Einen solchen abrupten Zuwachs von Gedächtnis kann letztlich nur das Buch ermöglichen. Es setzt das strikte, ungestörte Alleinsein mit dem abwesenden Autor und die stimmlose Ein-Mann-Sprache des Erzählens voraus.“

Ein interessanter Gedanke und eine Bestätigung für das, was ich immer denke, sage und hoffe: Literatur kann unser Sein verändern.

Auch Botho Strauß spricht von „ungestörtem Alleinsein“. Es existiert aber neben diesem Motiv des „einsamen“ Lesers noch (mindestens) ein weiterer Strang in der Literatur zu diesem Thema: Ich meine das Vorlesen. Etwa in Johann Wolfgang Goethes „Leiden des jungen Werthers“, wenn der suizidale Romantiker-Held seine Lotte bestürmt. Im Brief vom 20. Dezember 1772 heißt es:

„Sie wollte das Mädchen mit ihrer Arbeit in das Nebenzimmer sitzen lassen; dann besann sie sich wieder anders. Werther ging in der Stube auf und ab, sie trat ans Klavier und fing eine Menuett an, sie wollte nicht fließen. Sie nahm sich zusammen und setzte sich gelassen zu Werthern, der seinen gewöhnlichen Platz auf dem Kanapee eingenommen hatte.
»Haben Sie nichts zu lesen?« sagte sie. – Er hatte nichts. – »Da drin in meiner Schublade«, fing sie an, »liegt Ihre Übersetzung einiger Gesänge Ossians; ich habe sie noch nicht gelesen, denn ich hoffte immer, sie von Ihnen zu hören; aber zeither hat sich’s nicht finden, nicht machen wollen«. – Er lächelte, holte die Lieder, ein Schauer überfiel ihn, als er sie in die Hände nahm, und die Augen standen ihm voll Tränen, als er hineinsah. Er setzte sich nieder und las.
»Stern der dämmernden Nacht, schön funkelst du in Westen, habst dein strahlend Haupt aus deiner Wolke, wandelst stattlich deinen Hügel hin. Wornach blickst du auf die Heide? (…)«“

Werther liest ziemlich viel und für heutige Augen viel zu lange. Aber am Ende seines Vortrages beginnt Lotte zu weinen:

„Ein Strom von Tränen, der aus Lottens Augen brach und ihrem gepreßten Herzen Luft machte, hemmte Werthers Gesang. Er warf das Papier hin, faßte ihre Hand und weinte die bittersten Tränen. Lotte ruhte auf der andern und verbarg ihre Augen ins Schnupftuch. Die Bewegung beider war fürchterlich.“

„Die Bewegung beider war fürchterlich“ – ein großartiger, schrecklicher Satz.

Nicht immer muss das Vorlesen aber so dramatisch und traumatisch sein. Eine meiner Lieblingsszenen in dieser Hinsicht stammt aus Charlotte Brontës Roman „Jane Eyre“. Die namengebende Protagonistin flüchtet durch Moor und Einsamkeit, leidet Hunger und verirrt sich in der Dunkelheit. Schließlich stolpert sie auf eine Hütte zu, schaut durch das beleuchtete Fenster und sieht drei Frauen – die sich vorlesen:

„Wie sie so dasaßen, jede über ein Buch gebeugt, sahen sie so gedankenvoll, ja, fast strenge aus. Ein Leuchtertisch zwischen ihnen trug eine zweite Kerze und zwei große, schwere Bücher, zu welchen sie häufig ihre Zuflucht nahmen; augenscheinlich verglichen sie sie mit den kleineren Bänden, welche sie in Händen hielten, wie Leute, die ein Diktionär zu Rate ziehen, daß es ihnen bei der Aufgabe des Übersetzens behilflich sei. Dies Bild war so ruhig, als seien alle Figuren nur Schatten und der hell erleuchtete Raum ein Bild; so still war es, daß ich die Asche durch den Rost fallen, die Uhr in ihrem dunklen Winkel ticken hören konnte; und ich bildete mir sogar ein, daß ich das Klappern der Stricknadeln jener alten Frau vernehmen könne. Als daher endlich eine Stimme diese seltsame Stille unterbrach, war sie mir deutlich und hörbar genug.
»Hör doch, Diana,« sagte eine der emsigen Leserinnen, »Franz und der alte Daniel sind bei Nachtzeit zusammen und Franz erzählt einen Traum, aus dem er mit Entsetzen erwacht ist, hör nur!« Und mit leiser Stimme liest sie etwas, wovon mir nicht ein einziges Wort verständlich war (…)
»Das ist stark und kräftig,« sagte sie, als sie zu Ende war, »es gefällt mir.«
Das andere Mädchen, welches den Kopf erhoben hatte, um der Schwester zuzuhören, wiederholte während sie in das Feuer starrte, eine Zeile von dem, was soeben gelesen war. In späteren Tagen lernte ich die Sprache und das Buch kennen; deshalb will ich hier die Zeile anführen, obgleich sie, als ich sie zuerst hörte, nur ein Schlag auf tönendes Erz für mich bedeutete, das keinen Sinn für mich hatte:
»Da trat hervor einer, anzusehen wie die Sternennacht. Gut! Gut!« rief sie aus, während ihre tiefen, dunklen Augen funkelten. »Da siehst du einen mächtigen Erzengel in passender Gestalt vor dir stehen! Diese einzige Zeile ist mehr wert als hundert Seiten voll Bombast. ›Ich wäge die Gedanken in der Schale meines Zorns und die Werke mit dem Gewichte meines Grimms!‹ Das gefällt mir!«
Jetzt schwiegen beide wieder.
»Todesmüde. Schließlich ist es doch schwere und zähe Arbeit, sich mit einer Sprache abzuplagen, ohne einen anderen Lehrer als das Lexikon zu haben.«“

Eine wunderbare, märchenhafte Szene. Übrigens lesen die Damen in Schillers „Räuber“. Tatsächlich scheint die jeweilige Lektüre wichtig zu sein: Nicht allein das Lesen an sich steht bei allen Beispielen im Vordergrund, sondern das Lesen eines bestimmten Buches. Bei Anton Reiser war es die Tragödie „Ugolino“ von Heinrich Wilhelm von Gerstenberg, bei Tony Buddenbrook die „Serapionsbrüder“ von E.T.A. Hoffmann, bei Schmidt wird Edgar Allan Poe gelesen, bei Strauß Kleist und bei Goethe die Gesänge Ossians (eine damalige Fakenews übrigens), übersetzt vom Weimarer Meister selbst. Und hier bei Brontë nun also Schiller. Der frühe, sturm- und dränglerische Schiller, wohlgemerkt.

Einen „Vorleser“ gibt es schließlich ja auch als Buchtitel: Bernhard Schlink veröffentlichte ihn 1995. Ich mochte diesen Roman nicht wirklich. Zwar fand ich ihn gebührend beeindruckend, aber zu arg moralisierend, extrem unwahrscheinlich und in seiner Kombination aus Vorlesen und Sex zu sehr auf die Verkaufszahlen schielend. Freilich gibt es auch hier schöne, zum Thema passende Zitate – etwa im Kapitel 14:

„Wir haben unser Ritual des Vorlesens, Duschens, Liebens und Beieinanderliegens beibehalten. Ich habe »Krieg und Frieden« vorgelesen, mit allen Darlegungen Tolstois über Geschichte, große Männer, Rußland, Liebe und Ehe, es müssen vierzig bis fünfzig Stunden gewesen sein. Wieder ist Hanna dem Fortgang des Buches gespannt gefolgt. Aber es war anders als bisher; sie hielt sich mit ihren Urteilen zurück, machte Natascha, Andrej und Pierre nicht zum Teil ihrer Welt, wie sie das mit Luise und Emilia getan hatte, sondern betrat ihre Welt, wie man staunend eine ferne Reise tut oder ein Schloß betritt, in das man eingelassen wird, ohne doch die Scheu je völlig zu verlieren (…)“

Diese zwei Hauptstänge im Motiv des Lesens – allein und versunken auf der einen, sich vorlesend auf der anderen Seite – lassen sich auch in der bildenden Kunst wiederfinden. Einer meiner absoluten Lieblinge der ersten Kategorie hängt an einer Kirchenwand in Florenz:

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Ist er nicht herrlich, dieser Leser? Er ist ein Detail aus dem vielfigurigen Fresko des Italieners Andrea da Firenze, auch Andrea di Bonaiuto genannt. Man findet dieses Wandbild im Kreuzgang der Kirche Santa Maria Novella in Florenz, genauer in der Cappellone degli Spagnoli – der spanischen Kapelle. Ausgemalt wurde sie um 1365, allerdings weiß man nicht wirklich viel darüber. Giorgio Vasari, ein Vater der Kunstgeschichte, schrieb die Fresken beispielsweise Simone Martini und Taddeo Gaddi zu, andere nannten als Autor Orcagna. Da hat’s offensichtlich einiges an Kunsthistorikern gebraucht, um den richtigen Maler ausfindig zu machen. Aber auch von Herrn Andrea da Firenze ist wenig bekannt: In sein Œuvre fällt noch der Camposanto in Pisa – und das war’s dann auch schon so ziemlich. Mein Lieblingsleser ist in der großangelegten Bildkompostion ganz unten links zu finden:

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Und er verschwindet nicht nur in seinem Buch, sondern auch in dem figurenmächtigen Bild: Um ihn herum wird gebetet, diskutiert und gelebt – er aber, versunken in seine Lektüre, bekommt nichts mit von alledem. Er liest. Schon seine Haltung verrät den Mann: Alle anderen schauen nach rechts, meist im Profil; sie stehen oder knien. Der Leser aber hockt zusammengekauert frontal im Fresko. Er liest. Er brütet. Er ist völlig weg. Die Schultern hochgezogen, der Kopf gebeugt, die Augen im Text versunken. Sogar die Fußzehen scheinen sich ob der lesenden Konzentration anzuspannen. Und dann die Finger der rechten Hand: Wunderschön beobachtet von Andrea da Firenze, wie sich der Zeigefinger träumend, denkend, lesend zwischen die Lippen presst.
Ein großartiges Bild.

Auch mein zweiter Lieblings-Leser hängt in Italien, diesmal aber weiter nördlich: Im mailändischen Castello Sforzesco findet sich nicht nur ein Deckenfresko von Leonardo da Vinci oder Michelangelos „Pietà Rondanini“, sondern auch eine gewaltige Pinacoteca. Dort stößt man auf folgenden Herrn:

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Es trägt den Verlegenheits-Titel „Porträt eines lesenden Mannes“, wurde – wohl zwischen 1517 und 1523 – von Antonio da Correggio gemalt und fängt auf wundersame Art die Intimität des Lesens ein: So klein das Buch in der Hand auch sein mag, so kraftvoll zieht es doch die gesamte Aufmerksamkeit, die Gedanken und Gefühle des Mannes auf sich herab. Sein Kopf ist geneigt, die Augen sind tief gesenkt – dieser Leser scheint tatsächlich in das brevierartige Buch hineinzufallen. Ich frage mich zwar, wie er die wahrscheinlich kleinen Buchstaben auf diese Distanz überhaupt entziffern kann (vielleicht ist er ja auch einfach nur extrem weitsichtig :-)), aber die Magie des Kontaktes zwischen Leser und Gelesenem wird durch den großen Abstand fast noch inniger. Man spürt auf diesem Gemälde außerdem unglaublich stark jene Stille, die dem Lesen eignet. Und das, obwohl die Szene im Freien dargestellt ist: der Hintergrund mit Bäumen gefüllt, rechts neben dem Kopf, auf dem hellen Erdfleck sogar ein Tier – ein Reh? – zu erkennen. Die Verbindung von Leser und Gelesenem wird so um einen dritten Partner erweitert: stille Natur, das heißt Welt, das heißt Kosmos.

Ein drittes Beispiel stammt aus nördlicheren Gefilden und hängt heute im Franfurter Städel: Auguste Renoirs „Lesendes Mädchen“:

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Auch in dieses Bild verliebte ich mich. Wahrscheinlich lag’s an der sommerlichen Stimmung, an Sonnenlicht und Blumenfarben. Auf jeden Fall lag es abermals an der faszinierenden Intimität dieser zwei Welten: Mensch und Buch. Das Mädchen liest nicht wirklich, so scheint mir, sondern blättert eher durch das schmale Bändchen oder schaut sich die Abbildungen an. Aber ihre Augen strahlen auf, ihr Mund ist leicht geöffnet – sie hat etwas gefunden, gesehen, entdeckt. Das Buch als Schatzkiste sozusagen.

Das Bild stammt aus dem Jahr 1886: Renoir ging auf die 46 zu, steckte in einer Schaffenskrise und setzte sich mit der Kunst Raffaels und Ingres auseinander. Seine nachimpressionistische Phase nennt man das, obwohl gerade dieses Bild wenig davon ahnen lässt. Deutlicher wird sein neuer Stil in zwei Bildern, die drei Jahre später entstanden und diesmal das Vorlesen interpretieren: „Die zwei Schwestern“.

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Aber vielleicht lesen sie sich auch nicht vor? Lesen sie stumm, jede für sich – und doch gemeinsam? Jedenfalls gefällt mir das echte Teilen in diesem Bild: Die beiden Schwestern teilen sich das Buch mit den Augen, mit den Händen und offensichtlich auch in ihren Gefühlen.

Wenn ich diese Bilder anschaue, wenn ich solche Textpassagen lese, denke ich oft an ein Zitat von Hermann Hesse zu diesem Thema: “Es ist mit dem Lesen wie mit jedem anderen Genusse: er wird stets desto tiefer und nachhaltiger sein, je inniger und liebevoller wir uns ihm hingeben.”
Genau.

Habt Ihr Lieblingsszenen in Literatur und Kunst, die das Lesen thematisieren? Erkennt Ihr Euch dort als Lesende wieder?

Bildquellen:
Andrea di Bonaiuto [Public domain], via Wikimedia Commons, Link
Pierre-Auguste Renoir [Public domain], via Wikimedia Commons, Link & Link
Die anderen: meine.

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26 Gedanken zu “Lesende in Literatur und Kunst

    1. Jaaaa, Ende!! Eins meiner Alltime-Favourites. Und hier käme noch dazu, dass Sebastian Balthasar Bux auf eine zusätzliche Weise ins Buch „eintaucht“ 🙂 Mit Moers konnte ich – keine Ahnung warum – dagegen überhaupt nix anfangen … Meinen herzlichen Dank!

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  1. Bezaubernd ist dein Florenzer Leser. Mein erster Gedanke war, dass das eine Gottesdarstellung ist und ich habe mich sekundenlang gefragt, was Gott wohl liest und welcher todesmutige Maler so eine Darstellung gewagt hätte 🙂
    „Lesen in der bildenden Kunst“ ist ein spannendes Thema. Danke für den interessanten Text !

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    1. Dankeschön, das freut mich sehr! Diese Geschichte des Lesens habe ich nie (haha) gelesen, obwohl ich schon viel Gutes darüber hörte. Werden da auch Lektüreszenen aus Romanen zitiert?
      Und das Cover ist wirklich gelungen, sehr intim, sehr konzentriert. Wenn ich richtig gegockelt habe: Gustav Adolph Hennig, von 1828. Merci beaucoupest!

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      1. Lektüreszenen sind nur in Ausschnitten erwähnt. Umschlag liegst du Richtig.
        Ein wahrlich sehr sehr tolles Buch, fulminant und köstlich wie beste Kuvertüre.
        Lass es dir schenken.

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      1. Absolut nicht – merci. Vielleicht fällt Dir ja irgendwann noch was ein. Ich fand’s schon sehr spannend, wie selten das Motiv des Lesenden in Literaturwissenschaft & Co thematisiert wurde. Liebe Grüße!

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  2. Vielen Dank für diesen köstlich-abrupten Zuwachs von Gedächtnis. Ich habe deinen Artikel verschlungen, pardon, gelesen und mit Hingabe die Bilder bewundert.

    Mein eigenes Leseverhalten ist nicht ganz so altehrwürdig, vielleicht etwas profaner, aber nicht minder verliebt. Will heissen: Allein schon die Tatsache, dass in einem Buch weitere Bücher vorkommen, verleitet mich gerne zum Kauf.

    Überhaupt nicht profan: „Die Bücherdiebin“, vom beeindruckenden Markus Zusak (wie kann man in diesem jugendlichen Alter schon derart umwerfend fabulieren? *Neid* )

    „The forty rules of love“ von Elif Shafak schenkten mir einen zauberhaften Sommer.

    Mit Carlos Ruiz Zafon fand ich mich in Barcelona auf dem Friedhof der vergessenen Bücher wieder und habe mich auch noch durch manches Nachfolgewerk von ihm geschaudert.

    Und jetzt entschuldigt mich bitte. Ich muss lesen.

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    1. Vielen Dank meinerseits für Deinen Kommentar! Zafóns „Schatten des Windes“ wollte ich eigentlich auch aufnehmen, hatte aber das Buch nicht greifbar – ein wunderbares Stück Literatur. Shafak habe ich noch nie gelesen – vielen Dank für den Tipp, das ist notiert. Mit der „Bücherdiebin“ konnte ich nicht so viel anfangen, das war mir irgendwie zu bemüht und „absichtlich“ moralisch. Aber passt dennoch sehr gut zu diesem Beitrag. Nochmals: Merci! Und profan oder nicht – das ist eh nur Ansichtssache 🙂
      Wünsche Dir noch einen wunderbaren Leseabend!

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    1. Absolut!! Tausend Dank für die Erinnerung an diese großartige Geschichte, die natürlich (!) einen Platz hier hätte finden müssen. Schon allein weil durch das Auswendiglernen der Bücher sie noch stärker verinnerlicht werden: Da werden Menschen zu ihren Büchern/Autoren. Noch einmal: Merci!

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  3. Okay, ich habe nie im Leben einen Roman auswendig gelernt und werde es auch nie tun. Trotzdem gibt es Passagen, die hängenblieben, und gerade die sind es ja wert, erhalten zu bleiben. Den Rest darf man auch in seine eigenen Wort fassen … (hoffe ich doch!)

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  4. Wie herzergreifend, dieser Leser von Andrea di Bonaiuto! Und wie herzerfreuend dein Artikel und die Fülle von Anregungen, die deine Gäste dazu haben. Im Augenblick habe ich dazu keine weitere Idee, die vorhandene Liste enthält und überschreitet das, was ich beizutragen gehabt hätte.
    Schreibst du gerade was über Schnee und Lesen? Ich finde deine Methode, die Recherche zu delegieren, ganz ungewöhnlich charmant und für das Autorenleben so gesellig auflockernd.
    Koinzidenz mal wieder, manche Themen liegen anscheinend in der Luft: vor einigen Tagen habe ich angefangen, an einem Gedicht über das Lesen zu feilen – ist aber noch in der Werkstatt.

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  5. Danke für Deine herz-vollen Worte! Und ja, es ist wunderbar, wie viele Ideen und Gedanken manchmal zusammen kommen! Auf Dein Lese-Gedicht freu‘ ich mich schon sehr und wünsche mir flugs zu feilen 🙂 Und nein, ich schreib‘ grad nix zum Schnee (allerdings spielt der erste Teil von meinem „Elmsfeuer“ ja im Eis …). Aber ich bin immer wieder von bestimmten Motiven fasziniert und wie sie in meinem Leben, in Literatur, Kunst oder Musik variiert werden (da fragt sich der Simon gleich, ob’s nicht auch ein Musikstück zum Thema Schnee gibt, so wie zum Meer einen Debussy …). Liebe Grüße!

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