Schreiben vs. Malen: Words & Pictures

Es wird mal wieder Zeit für einen Eintrag in meiner Rubrik „Filme für Schriftsteller“. Der heute vorgestellte Streifen „Words and Pictures“ (mit dem typisch strunzdoofen deutschen Untertitel „In der Liebe und in der Kunst ist alles erlaubt“) ließe sich eigentlich als bloß mittelprächtig abhaken, wären da nicht die Schauspieler – allen voran die Binoche. Sie und ihr Partner Clive Owen sind offensichtlich mit viel Spaß bei der Sache und liefern sich Wortgefechte, die mich an alte Hepburn-Filme erinnerten. Der Inhalt von Words and Pictures“ lässt sich leicht aus dem Trailer erschließen:

Leider wird gehörig in die Kitsch-Kiste gegriffen, so ist der Lehrer ein gescheiterter Schriftsteller, der seinen Frust im Alkohol … na, Ihr wisst schon. Aber neben den fetzigen Dialogen gefielen mir die immer wieder eingestreute Szenen übers Schreiben, etwa wenn der Deutschlehrer (ja, ja, er ist ein Ami) Kommunikation ohne Sprache ausprobieren oder seine Schüler neue Wörter erfinden lässt.

Von der außergewöhnlichen Wucht und Dramatik eines „Club der toten Dichter“ ist „Words and Pictures“ zwar Meilen entfernt, zumal der Fokus auf der Liebesgeschichte liegt. Spaß macht der Film trotzdem, nicht zuletzt aufgrund der Fülle an literarischen Zitaten und mancher (trotz aller Kitschfeuchte) ans Schreiberherz gehende Sprüche wie „Künstler machen sich die Welt zu eigen, und indem sie das tun, erheben sie sie. Und damit erheben sie auch uns. Und erweitern unseren Blick.“

Der 150-Minuten-Film kam 2014 in die deutschen Kinos und lässt sich für Amazon-Prime-Nutzer momentan kostenlos streamen.

 

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3 Gedanken zu “Schreiben vs. Malen: Words & Pictures

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